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Ratgeber Neurodermitis

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Neurodermitis
Psoriasis - Schuppenflechte
Kann das Tote Meer helfen?

Schon seit Jahrtausenden pilgern Menschen, die an Hautproblemen leiden zum Toten Meer. Dort erfahren sie Linderung und sehr oft Heilung von ihren Leiden.

Bei Psoriasis / Schuppenflechte ist zwar keine Heilung im klassischen Sinn möglich, aber die Pause zwischen den Schüben kann ausgedehnt und die Symptome können sehr wohl minimiert werden.

Kann das Tote Meer und die daraus gewonnenen Rohstoffe auch bei Psoriasis / Schuppenflechte helfen? Dieser Frage gehen wir in diesem Bericht nach und versprechen Ihnen, dass Sie überrascht sein werden, wozu das Tote Meer in der Lage ist!

Psoriasis / Schuppenflechte – kann das Tote Meer helfen?

Psoriasis oder auf deutsch Schuppenflechte ist eine erblich bedingte Hautkrankheit, die chronisch-entzündliche Verläufe aufweist. Dabei ist nicht nur die Haut betroffen, sondern auch Nägel und Gelenke können dabei angegriffen werden und sogar die inneren Organe, Gefäße und ganze Stoffwechsel-Abläufe können in Mitleidenschaft gezogen sein.

Von einer solch umfassenden Erkrankung kann auch die Psyche und entsprechend die gesamte Lebensqualität belastet werden. Glücklicherweise ist Psoriasis / Schuppenflechte keine ansteckende Krankheit und doch sind bis zu 3 1/2 % der Nordeuropäer daran erkrankt.

Es kann allerdings auch sein, dass diese Hauterkrankung erst gar nicht zum Ausbruch kommt, denn der Verlauf von Psoriasis / Schuppenflechte ist nicht immer gleich und es gibt Bedingungen und Faktoren, unter denen die Krankheit „verborgen“ bleibt.

Bricht die Krankheit aus, dann ist der Verlauf von Psoriasis / Schuppenflechte chronisch oder schubweise, wobei sich Zeiten akuter Symptome mit Phasen ohne Krankheitserscheinungen abwechseln können. Diese Perioden können mehr oder weniger lang sein und man hofft als Betroffene Person natürlich, dass die symptomfreien Zeiten immer länger werden.

Es gibt eine Reihe von Auslösern, die den Ausbruch von Psoriasis / Schuppenflechte begünstigen:

  • Übergewicht
  • Allergene
  • Stress, sowohl körperlicher als auch seelischer Art
  • Infektionen
  • Hormonschwankungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Medikamente
  • Klimaeinflüsse
  • Rauchen und Alkoholkonsum

Die Symptome sind die Folge einer unkontrolliert schnellen Erneuerung der Oberhaut, die bei einem Psoriatiker nur 3 bis 4 Tage benötig; also etwa 7 mal schneller als bei einem gesunden Menschen abläuft. Die Folge davon können sein:

  • entzündlich gerötete Hautbereiche, klar und deutlich begrenzt.
  • silbrig-weiße Schuppen.
  • Juckreiz an den betroffenen Hautbereichen.
  • Gelenkschmerzen und Sehnenansatzbeschwerden.

Da bei Psoriasis / Schuppenflechte eine Heilung nur in so fern möglich ist, als dass die symptomfreien Phasen immer mehr ohne Unterbrechung erlebt werden, ist es sinnvoll für einen Psoriatiker, Auslöser zu vermeiden und den Symptomen gezielt entgegenzutreten.

Reduktion der Symptome von Psoriasis / Schuppenflechte

Bei Schuppenflechte ist wie bereits erwähnt eine Heilung nicht im herkömmlichen Sinn möglich und so dienen die Therapien und Anwendungen dazu, eine Linderung und Vorbeugung hinsichtlich der Symptome zu bieten. Dazu wird gecremt, gesalbt und Lotionen aufgetragen, damit die Hautschuppen abgelöst und die Entzündungen gemindert werden.

Die herkömmlichen Mittel wie Dithranol oder Cortison sind allerdings nicht ganz ohne Nebenwirkungen und so ist der Psoriatiker geneigt, natürliche Alternativen zur Behandlung der Schuppenflechte anzuwenden.

Hier kommt das Tote Meer ins Spiel, dass sowohl mit seiner geographischen Sonderstellung als auch den daraus resultierenden „Wirkstoffen“ vom Toten Meer eine hervorragende alternative Behandlungsform bei Psoriasis /Schuppenflechte darstellt.

Aufgrund der geographischen Lage ist die Sonneneinstrahlung am Toten Meer bei weitem nicht so aggressiv wie an anderen Orten und die an Psoriasis erkrankte Person kann sich somit wesentlich länger in der Sonne aufhalten und die positiven Aspekte somit optimal nutzen. Dazu kommen die Eigenschaften des Wassers vom Toten Meer, dass aufgrund seines einzigartigen Mineralstoff-Gehalts für Bäder / äußerliche Anwendungen perfekt ist. Dabei ist es aber wichtig, dass die betroffenen Hautbereiche keine offenen Wunden aufweisen; der Salzgehalt im Toten Meer ist so hoch, dass ansonsten mit einem ordentlichen Brennen zu rechnen ist.

Die Mineralien-Matrix ist für Heilbehandlungen der Haut optimal und Stoffe wie Magnesium, Kalium und Kalzium tragen in ihrer Salz-Bindung dazu bei, dass die von Schuppenflechte befallene Haut schneller und besser genesen kann. Die Haut kann leicht regenerieren und der ganze Körper kann in der Salzlösung hervorragend entspannen. Das ist sowohl für die Muskulatur, das Nervensystem, als auch für die Haut direkt und in der Folge für die Psyche eine perfekte Basis, um die Symptome zum Verschwinden zu bringen.

Im Falle von Psoriasis ist es natürlich auch ideal, den Mineralschlamm vom Toten Meer anzuwenden, um die Hautschuppen leichter zu entfernen und die entzündlich gereizte Haut zu beruhigen. So kann am Toten Meer der ganz Körper mit diesem „Naturheilmittel“ Totes Meer Mineralschlamm eingerieben werden. Die Erleichterung nach einer solchen Anwendung ist sofort spürbar und in der Gesamtheit kann ein Aufenthalt am Toten Meer dazu beitragen, dass die Pausen zwischen den Schüben immer ausgedehnter werden.

Das Tote Meer hilft bei Psoriasis / Schuppenflechte:

  • Mineralien wie Magnesium, Kalium und Kalzium versorgen die gereizte Haut.
  • Die Hautregeneration wird optimiert.
  • Mineralien / Salze vom Toten Meer entspannen Haut und Muskulatur.
  • Hautschuppen werden leicht und sanft abgetragen.
  • Seelischer Ballast kann in diesem Umfeld leicht abgeworfen werden.
  • Reduktion von Juckreiz.

An anderer Stelle wurde ja bereits erwähnt, dass Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen einen Beitrag zu einem Kuraufenthalt am Toten Meer leisten. Wer also an Psoriasis erkrankt ist, sollte sich auf jeden Fall bei seiner Krankenkasse erkundigen, ob diese Leistungen erbringen kann, denn es geht eigentlich nichts über einen Kur-Aufenthalt am Toten Meer, wenn eine solch massive Hauterkrankung vorliegt.

Wer jedoch auch zu Hause die Vorzüge einer Behandlung mit den Rohstoffen vom Toten Meer zur Behandlung der Symptome der Schuppenflechte genießen möchte, kann moderne Hautpflegemittel nutzen. Es gibt mittlerweile hervorragende Cremes, Badezusätze, Shampoos und Duschgels, die sowohl das Tote Meer Salz, als auch den Mineralschlamm vom Toten Meer enthalten.

Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Produkte auch tatsächlich vom Toten Meer stammen, bzw. auch nachweislich die Rohstoffe vom Toten Meer enthalten, denn der Mineraliengehalt von anderem Meersalz unterscheidet sich gravierend von dem Mineraliengehalt des Toten Meer Salzes.

Eines der traditionellen Unternehmen mit Sitz in Israel ist die Firma MERSEA, die ein ganzes Sortiment an Hautpflegeprodukten entwickelt hat, die sowohl das Salz vom Toten Meer, als auch den Mineralschlamm vom Toten Meer enthalten. Dort ist sogar der Mineralschlamm vom Toten Meer direkt erhältlich und kann auch bei Psoriasis sowohl als Maske, als auch als sanftes Peeling verwendet werden.

Wer also nicht die Möglichkeit hat, einen Aufenthalt am Toten Meer zu genießen, muss deshalb nicht gleich auf die Heilkraft vom Toten Meer verzichten, um bei Psoriasis / Schuppenflechte Linderung zu erfahren.

 

 

 

 

 

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Therapie Neurodermitis

Da Neurodermitis bisher nicht heilbar ist, hat die Therapie von Neurodermitis das Ziel, für einer Linderung der Symptome zu sorgen. Zur Basistherapie gehört die Pflege der Haut mit verschiedenen Cremes und Salben. Ist die Haut stark entzündet, können auch Produkte mit Kortison zum Einsatz kommen. Gegen den Juckreiz können feuchte Umschläge mit Gerbstoffen helfen. Da Neurodermitis häufig von äußeren Einflüssen mitbestimmt wird, kann es hilfreich sein, diese Stoffe zu meiden. Dazu gehören unter anderen bestimmte Wasch- und Reinigungsmittel oder Kleidungsstücke aus Schurwolle. In einem fortgeschrittenem Stadium können auch Medikamente zum Einsatz kommen.

Im Glossar werden die wichtigsten Begriffe zum Thema Neurodermitis aufgelistet und verständlich erklärt. Bei der Diagnose von Neurodermitis können Allergietests wie Prick-, Epikutan- und Intrakutantest zum Einsatz kommen. Im Zusammenhang mit der Therapie von Neurodermitis spielen Begriffe wie Kortison, Antibiotika, Antihistaminika und topische Immunmodulatoren eine Rolle. Zum besseren Verständnis der Erkrankung wird auch auf Ausdrücke wie Histamin, Lichenifikation und Säureschutzmantel eingegangen.

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine atopische Erkrankung, d. h., sie geht mit einer Überempfindlichkeit des Immunsystems auf bestimmte Stoffe einher. Die genauen Gründe für die Entstehung von Neurodermitis sind bisher nicht geklärt. Man geht aber davon aus, das eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen kann. Das Risiko an Neurodermitis zu erkranken ist somit erhöht, wenn die Erkrankung bereits in der Familie vorkommt. Auch äußere Faktoren wie die Wahl der Kleidung und Kosmetika sowie bestimmte klimatische Bedingungen können Einfluss auf die Entstehung von Neurodermitis haben. Darüber hinaus kann psychischer Stress zu einer Erkrankung an Neurodermitis beitragen.