Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Neurodermitis

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Neurodermitis
Das Tote Meer und seine Produkte
Naturheilkräfte zu Hause nutzen

Wer nicht die Möglichkeit hat, einen Kuraufenthalt am Toten Meer zu nutzen, um seine Hautkrankheiten zu behandeln, kann mittlerweile auf eine Reihe von Produkten zugreifen, die sowohl das Mineralsalz, als auch den Mineralschlamm vom Toten Meer enthalten.

Diese Produkte können sowohl therapeutisch in der Anwendung bei Patienten, als auch zu Hause genutzt werden, um die natürliche Heilwirkung der Mineralienmischung vom Toten Meer genießen zu können.

Hier erfahren Sie, welche Varianten von Produkten es gibt, die das Tote Meer Salz und den Toten Meer Schlamm enthalten und wie man die qualitativen Unterschiede erkennt.

Das Tote Meer hat viel zu bieten

Wer schon einmal am Toten Meer war, um seine Hautprobleme zu behandeln, weiß wie wertvoll und wirkungsvoll Naturheilkräfte sein können. Das Tote Meer hat viel zu bieten, wenn es darum geht, Krankheiten wie Psoriasis, Neurodermitits, Akne, aber auch Arthritis und muskuläre Krankheiten zu lindern, wenn nicht sogar zu heilen.

Die Heilfaktoren des Toten Meers sind einzigartig und glücklicherweise kann man diese Faktoren in Fo bekanntrm von Rohstoffen auch außerhalb von Israel für die Behandlung nutzen. Die Kombination von Sauerstoffgehalt, Luftfeuchtigkeit und UV-Filter kann leider nicht exportiert werden, aber dafür der Mineralschlamm und das Mineralsalz vom Toten Meer.

Qualität und Preis der Totes Meer Salz Produkte

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Totes Meer Badesalz Herstellern. Es gibt auch hier deutliche Preisunterschiede. Es gibt wirklich hervorragende Produzenten, aber leider auch Schwarze Schafe. Totes Meersalz darf sich selbst dann so nennen, wenn es mit herkömmlichen Meersalz gemischt wird. Leider ist dies nicht kennzeichnungspflichtig. So weit uns bekannt dürfen 25%-30% Meersalz beigemischt werden – und trotzdem darf man es Totes Meersalz nennen. Das ist für den Verbraucher und den Hilfesuchenden unbefriedigend. Also, was kann man tun?

Woran erkenne ich hochwertiges Totes Meer Salz?

  • Bei hochwertigen Totes Meer Salz reichen 200g-300g für 1 Vollbad in der Wanne. Bei Herstellern, die 500g oder mehr pro Vollbad empfehlen, sollte man hellhörig werden
  • Lassen Sie sich ein aktuelles Zertifikat über den Mineralien- und Salzgehalt schicken und vergleichen die Zahlen mit unserer Seite
  • Der Reinheitsgehalt: Das Salz wird aus dem Wasser des Toten Meer gewonnen. Je gründlicher das Wasser dabei von Schwebepartikeln und Bakterien gereinigt wird, desto reiner die Salzqualität
  • Niedriger Feuchtigkeitsgehalt. Das Salz sollte „dry“ sein, nicht „semi-dry“
  • Produktion und Konfektion vor Ort
  • Preis: 1,80€ – 2,50€. Bei Preisen von unter 1,80 sollte man misstrauisch sein. Das Salz wird in Israel von ansässigen Firmen produziert, dann an deutsche Großhändler verkauft, die dann in der Regel die Transportkosten und den Einfuhrzoll tragen. In Deutschland wird das Salz in graphisch bedruckte Beutel (die kosten auch) von einem Lohnabfüller abgefüllt. Dann will auch das importierende Unternehmen noch einen guten Gewinn machen (selbstverständlich nach Abzug der Werbekosten). Bei einem UVP von oft nur 1,39 €-1,50€. Wie soll da noch ein Gewinn für alle möglich sein? Das erscheint bei diesem Endpreis kaum möglich.

Totes Meer Pflegeprodukte

Es gibt mittlerweile viele Anbieter von Totes Meer – Heil-Pflegeprodukte und Kosmetika, die allerdings in den seltensten Fällen die Rohstoffe vor Ort verarbeiten. Das muss nicht schlecht sein, bedeutet aber, dass die Authentizität nicht unbedingt gewährleistet ist. Aus diesem Grund empfehlen wir darauf zu achten, dass die Produkte direkt vor Ort produziert werden und die Rohstoffe ihren Ursprung tatsächlich am Toten Meer haben.

Warum sollten die Produkte direkt vom Toten Meer stammen?

  • Weil nur das Tote Meer ein Salz hervorbringt, dass diese besondere Zusammensetzung hat.
  • Nur am Toten Meer kann der Mineralschlamm einen so hohen natürlichen Gehalt an Magnesium-, Kalium- und Calciumchlorid haben.
  • Wer authentische Produkte vom Toten Meer kauft, trägt zur Förderung der dort ansässigen Unternehmen bei.

Wenn Sie sich für Produkte vom Toten Meer entscheiden, um zu Hause Anwendungen mit dem Mineralsalz oder Mineralschlamm zu machen, können Sie sicherheitshalber darauf achten, dass die Produkte ein entsprechendes Siegel aufweisen und somit die Authentizität gewährleistet ist.

Die Qualität ist wichtig!

Siegel für zugelassene Produkte vom Toten Meer

Dieses Siegel bestätigt, dass die Produkte nach den strengsten Qualitätskriterien direkt vor Ort produziert wurden. Idealerweiae sollten die Kosmetikprodukte zusätzlich in GMP-Qualität produziert werden.

GMP ist ein Qualitätskriterium, das nur dann per Zertifikat von den Behörden bestätigt wird, wenn das Unternehmen so hohe Sicherheits- und Sauberkeits-Standards bei der Produktion einhält, dass es Arzneimittel produzieren darf. So kann der Anwender sicher sein, dass die Produkte ganz besonders sorgfältig hergestellt wurden und die Herstellungs-Qualität einem Arzneimittel entspricht.

Welche Produkte gibt es und wie werden diese verwendet?

Wenn Sie ein Unternehmen finden, dass dieses Siegel benutzen darf, dann gilt es die für den Bedarf passenden aus dem oft sehr üppigen Sortiment auszuwählen.

Für die gezielte Behandlung und Anwendung bei Neurodermitis, Psoriasis und Akne zum Beispiel empfehlen sich grundlegende Produkte, die den Fokus auf der Versorgung mit den Mineralien haben und dann je nach Ausrichtung eventuell noch mit natürlichen Zusatz-Heilstoffen versehen sind.

Gehen Sie systematisch vor!

1. Symptombehandlung

Zur Basis-Behandlung der Symptome sollten Sie ein Produkt auswählen, dass den natürlichen Gegebenheiten am Toten Meer am ehesten entspricht. Natürlicherweise empfehlen sich somit zwei Varianten:

  • Mineralsalz vom Toten Meer zur Anwendung als Heilbad
  • Mineralschlamm vom Toten Meer zur Anwendung als Kur-Packung / Kur-Maske / Haar-Maske

Mit diesen beiden Varianten können Sie grundlegend dazu beitragen, dass Symptome wie Juckreiz oder nässende Stellen gelindert werden und sind damit sehr nahe an den von der Natur gegebenen Bedingungen am Toten Meer. Selbstverständlich kann man diese beiden Varianten auch kombinieren und somit doppelt von der Heilkraft des Toten Meers profitieren.

Natürlich gibt es auch noch zusätzliche Möglichkeiten, die der jeweiligen Hautkrankheit eigenen Symptome gezielt und speziell anzugehen. Dazu werden von den wirklich guten Herstellern bewährte Naturheilstoffe mit den Mineralien vom Toten Meer kombiniert, so dass einzigartige Synergie-Komplexe entstehen, die außerordentlich gut wirken können.

Beispiele für symptomlindernde Totes Meer Produkte im Pflege-Nährstoff-Synergie-Komplex:

  • Cremes mit Totes Meer Mineralsalz + Arganöl + Vitamin E + Olivenöl
  • Packungen mit Totes Meer Mineralschlamm +  Vitamin E + Aloe Vera

2. Schonende Reinigung

Bei der Reinigung der durch Neurodermitis, Psoriasis, Akne oder durch andere Hautkrankheiten belasteten Haut ist es sehr wichtig, dass zwar sorgfältig, aber schonend gewaschen wird. Hierzu haben einige Hersteller von Totes Meer – Pflegeprodukten sehr sanfte Reinigungsmittel entwickelt, die auch die Mineralien oder sogar den Mineralschlamm vom Toten Meer enthalten.

Beispiele für schonende Totes Meer Produkte für die Reinigung von belasteter Haut:

  • Totes Meer Seife mit dem Mineralschlamm vom Toten Meer + Olivenöl + Aloe Vera *
  • Duschgel mit Mineralsalzen vom Toten Meer und Aloe Vera
  • Make-Up-Entferner mit dem Totes Meer Mineralsalz und Arganöl

* Es gibt bei einigen Firmen speziell für Akne entwickelte Seifen. Diese enthalten zumeist neben dem Mineralschlamm vom Toten Meer (mit seinen 27 Mineralien in einzigartiger Konstellation ) auch noch Olivenöl und Aloe Vera. Das hilft dabei, die Talgdrüsen zu beruhigen, die Entzündungen zu lindern und der Haut die Nährstoffe zu liefern, die für ein rasches Abheilen der Akne dienlich sind.

3. Aktiver Schutz und Heilungs-Support

Die gereinigte Haut ist zwar mit Produkten vom Toten Meer schon während des Waschens einer optimalen Pflege ausgesetzt, sollte jedoch je nach Hautkrankheit wirklich ganz aktiv vor weiteren Umwelteinflüssen geschützt werden. Auch hier kommen die 27 Mineralien vom Toten Meer zur Geltung, denn diese sind sowohl in der Lage, die Haut vor freien Radikalen zu schützen, als auch durch die enthaltenen Pflegestoffe den Heilungsprozess der Haut zu unterstützen.

Beispiele für Hautschutz-Pflege vom Toten Meer für die Unterstützung bei Hautkrankheiten:

  • Tagscreme mit Totes Meer Mineralien + Aloe Vera + Vitamin E + Avocadoöl
  • Körperlotion mit Totes Meer Salz + Vitamin E + Avocadoöl

Bei hochwertigem Aktiv-Schutz vom Toten Meer sind meistens auch noch UV-Filter enthalten. Sehr wichtig ist der Schutz, bzw. die Eliminierung von Freien Radikalen, die auf der einen Seite bei den herrschenden Umweltbedingungen regelrecht überhand genommen haben und auf der anderen Seite auch bei Hautkrankheiten im Stoffwechselverlauf immer wieder anfallen. Hierzu dienen neben den Totes Meer Mineralien im Idealfall Vitamin E ( Tocopheryl Acetat ) und natürliche Öle.

Mit diesen 3 Phasen der Behandlung mit Produkten vom Toten Meer tragen Sie einen großen Teil zur Linderung der Symptome und zum Heilungsprozess bei. Das ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem Effekt, den Sie mit einem Aufenthalt am Toten Meer erzielen, weil dort neben den Mineralien vom Toten Meer auch noch die besonderen geographischen Gegebenheiten einen großen Beitrag leisten. Aber durch die Anwendung der Produkte vom Toten Meer können Sie definitiv langfristige Ergebnisse erzielen und Ihre Haut optimal versorgen.

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Therapie Neurodermitis

Da Neurodermitis bisher nicht heilbar ist, hat die Therapie von Neurodermitis das Ziel, für einer Linderung der Symptome zu sorgen. Zur Basistherapie gehört die Pflege der Haut mit verschiedenen Cremes und Salben. Ist die Haut stark entzündet, können auch Produkte mit Kortison zum Einsatz kommen. Gegen den Juckreiz können feuchte Umschläge mit Gerbstoffen helfen. Da Neurodermitis häufig von äußeren Einflüssen mitbestimmt wird, kann es hilfreich sein, diese Stoffe zu meiden. Dazu gehören unter anderen bestimmte Wasch- und Reinigungsmittel oder Kleidungsstücke aus Schurwolle. In einem fortgeschrittenem Stadium können auch Medikamente zum Einsatz kommen.

Im Glossar werden die wichtigsten Begriffe zum Thema Neurodermitis aufgelistet und verständlich erklärt. Bei der Diagnose von Neurodermitis können Allergietests wie Prick-, Epikutan- und Intrakutantest zum Einsatz kommen. Im Zusammenhang mit der Therapie von Neurodermitis spielen Begriffe wie Kortison, Antibiotika, Antihistaminika und topische Immunmodulatoren eine Rolle. Zum besseren Verständnis der Erkrankung wird auch auf Ausdrücke wie Histamin, Lichenifikation und Säureschutzmantel eingegangen.

Diagnose Neurodermitis

Bei der Diagnose von Neurodermitis spielt das Arzt-Patienten-Gespräch sowie die körperliche Untersuchung eine wichtige Rolle. Im Gespräch wird der Arzt zunächst erfragen, ob in der Familie bereits Fälle von Neurodermitis bekannt sind. Auch die Schilderung eines schubhaftens Verlaufs kann dem Arzt Aufschluss über eine mögliche Erkrankung an Neurodermitis geben. Bei der körperlichen Begutachtung untersucht der Arzt die Haut des Patienten auf mögliche Ekzeme oder trockene und schuppige Hautstellen. Wird eine allergische Ursache als Auslöser vermutet, können verschiedene Allergietests, wie der Prick-, der Epikutan- und der Intrakutantest angewandt werden. Bei der Diagnose von Neurodermitis wird meist der Epikutantest durchgeführt.