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Ratgeber Neurodermitis

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Neurodermitis
Neurodermitis
So hilft die Kraft vom Toten Meer

Jährlich pilgern millionen von Menschen ans Tote Meer, um dort Linderung für ihre Hautkrankheiten zu erfahren und sich sowohl körperlich, als auch seelisch zu erholen.

Warum profitiert man so sehr von einem Kuraufenthalt und gibt es alternative Möglichkeiten für die Anwendung zu Hause? Hier erfahren Sie mehr über die Zusammenhänge von der Kraft vom Toten Meer und der Genesung und Linderung von Symptomen bei Neurodermitis.

Wie kann das Tote Meer bei Neurodermitis helfen?

Als interessierter Besucher dieser Seiten konnten Sie sich ja bereits ausgiebig über die Hautkrankheit Neurodermits, die auch atopisches Ekzem genannt wird, informieren. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Einblick geben, wie die Heilkraft vom Toten Meer bei Neurodermitis wirkt und wie Sie diese nutzen können, falls Sie an Neurodermits erkrankt sind.

Da es sich ja bei Neurodermits um eine chronisch entzündliche und mit Juckreiz verbundene Hauterkrankung handelt, ist den Betroffenen zunächst einmal daran gelegen, dass die Entzündungssymptome und natürlich der belastende Juckreiz gestillt wird. Dafür werden im Normalfall Medikamente verschrieben, die meistens schnell Linderung bringen, aber auch oft mit Nebenwirkungen behaftet sind.

Auch Neurodermitis ist ähnlich wie Psoriasis nicht ansteckend, was für das Umfeld des Betroffenen beruhigend ist und eine uneingeschränkte Mobilität mit sich bringt.

Nichts desto trotz sind die Symptome sehr belastend, treten oft schubweise auf und leider muss man auch hier sagen, dass eine Heilung im eigentlichen Sinn nicht bekannt ist. Sehr wohl können aber die Symptome ausbleiben, bzw. durch einen bewussteren Lebenswandel gemindert werden; die symptomfreien Phasen können ausgedehnt werden, indem bekannte Auslöser gemieden und die Aspekte der Linderung gezielt eingesetzt werden.

Das Tote Meer hilft schon seit jahrtausenden bei Hautkrankheiten

Schon die alten Ägypter nutzten das Tote Meer bei Hautkrankheiten und mittlerweile sind es jährlich viele millionen Menschen, die sich das Heilklima am Toten Meer und die darin enthaltenen Naturwirkstoffe zu Nutze machen.

Das Tote Meer und dessen Naturwirkstoffe helfen bei Neurodermitis auf folgende Weise:

  • Stillt den Juckreiz
  • Verbessert die Hautregeneration
  • Beruhigt die Haut, aber auch die Psyche
  • Bekämpft Entzündungserscheinungen
  • Beschleunigt die Wundheilungsprozesse
  • Optimiert die Nährstoff-Versorgung der Haut

Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Haut nicht akut mit offenen Wunden belastet ist. Der Salzgehalt des Wassers ist extrem hoch und das Brennen kann somit sehr schmerzhaft sein, wenn diese Salzlauge in offene Wunden gerät.

Aus diesem Grund wird empfohlen, zunächst bei einem Aufenthalt am Toten Meer die hervorragende geographische Situation zu nutzen, um den Wundheilungsprozess zu beschleunigen. Dabei hilft die überaus trockene Luft mit einer Luftfeuchtigkeit von teilweise unter 10% ( im Süden des Toten Meers liegt die Luftfeuchtigkeit etwa doppelt so hoch ) dabei, nässende Hautstellen schneller zu trocknen. Der relativ hohe Bromgehalt der Luft sorgt für eine beruhigende Wirkung auf die Psyche ( Brom ist sogar in traditionellen Beruhigungsmitteln enthalten ).

10% mehr Sauerstoff am Toten Meer!

Ein wirklich sensationeller Umstand ist die Tatsache, dass der Sauerstoffgehalt der Luft – aufgrund der Lage des Toten Meers von mehr als 400 m unter Normalnull – 10% höher ist, als an anderen Orten (Quelle:Neurodermitisinfo.de). Damit ist die Versorgung der Zellen optimal und man erholt sich hervorragend von Stress und den psychischen Strapazen des europäischen Alltags, die ohne weiteres als mit-Auslöser für Neurodermitis gewertet werden können.

Sind die Hautstellen nicht mehr offen wund, sondern geschlossen, kann das Bad im Toten Meer und das Einreiben mit dem Mineralschlamm vom Toten Meer sehr heilsam wirken. Das stellt nach dem Luft-Kur-Aspekt sozusagen die zweite und dritte Stufe der Heilanwendung am Toten Meer dar.

Das Tote Meer Salz in diesem einzigartigen See hat eine ganz besondere Zusammensetzung und zeichnet sich dadurch aus, dass die Mineralien in organisch gebundener Form vorliegen, die besonders gut vom Körper aufgenommen werden.

Die Mineralien vom Toten Meer haben enorme Heilkraft

Vor allem Magnesiumchlorid sei hier erwähnt (ausführliche Infos zu der Zusammensetzung finden Sie hier). Es ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, die die Haut betreffen und wirkt auch den Entzündungen bei Neurodermitis entgegen. Zusammen mit den Salzen Kaliumchlorid, Calciumchlorid und Natriumchlorid greift es korrigierend in den Hautstoffwechsel ein und hilft so auch bei Neurodermitis, die Symptome zu Lindern.

Dabei werden die Hautschuppen sanft abgetragen und die Entzündungsprozesse werden in Heilungsprozesse überführt. In nahezu allen Fällen ist der sofortige Stopp von Juckreiz-Symptomen spürbar, was eine enorme Erleichterung für Neurodermitiker darstellt.

Calciumchlorid wirkt stark gegen Juckreiz bei Neurodermitis

Hier kommen die Wirkungen von Calciumchlorid voll zur Geltung, das als eines der stärksten antiallergischen Mittel gerade für den Einsatz bei Hautkrankheiten hoch interessant ist. Es reduziert die Kapillar-Durchlässigkeit und verhindert dadurch, dass Entzündungsmediatoren wie Histamin Überhand nehmen.

Natriumchlorid und Kaliumchlorid sind für den Wasserhaushalt der Haut sehr wichtig und dienen in dieser Funktion der Korrektur der Hautfeuchtigkeit.

In der Kombination mit der trockenen Luft und der Möglichkeit, länger in der Sonne zu bleiben, als an anderen Orten (ohne dabei die Haut zu sehr mit UV-Strahlen zu belasten) sind diese Mineralien vom Toten Meer in der Lage, schnell Linderung für die durch Neurodermitis angegriffene Haut zu liefern.

Neben dem Bad im Toten Meer sollte man auf jeden Fall auch den Mineralschlamm für Einreibungen nutzen. Die Anwender reiben sich dazu mit dem Schlamm vom Toten Meer von Kopf bis Fuß ein und lassen dann den Schlamm auf der Haut trocknen, um ihn dann nach einiger Zeit bei einem Bad im Totem Meer wieder abzuwaschen.

Dieser Mineralschlamm enthält ebenfalls eine besonders hohe Konzentration der oben genannten Mineralien und erfreut sich mittlerweile sogar außerhalb von Israel zusammen mit dem Salz vom Toten Meer einer immer weiter wachsenden Beliebtheit bei Neurodermitikern.

Die Heilkraft vom Toten Meer bei Neurodermitis ist auch zu Hause nutzbar

Von Neurodermits Betroffene können sich das Mineralsalz und den Mineralschlamm vom Toten Meer auch direkt nach Hause senden lassen, um die Heilwirkungen dieser Naturprodukte auch in den eigenen vier Wänden erfahren zu können.

Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass diese Produkte auch tatsächlich vom Toten Meer stammen, weil ansonsten die Authentizität nur schwer gewährleistet werden kann. Bei Unternehmen wie MERSEA erhält man nicht nur das Salz vom Totem Meer und den Mineralschlamm. Die Hautpflege-Forschung ist da sehr weit fortgeschritten und so werden auch Cremes, Seifen, Shampoos, Duschgels und Badezusätze entwickelt und angeboten, die Mineralschlamm und Mineralsalz vom Toten Meer in wirkungsvoller Menge enthalten.

So können auch die Menschen in den Genuß einer Totes-Meer-Behandlung kommen, die ansonsten kaum eine Möglichkeit haben, einen Kuraufenthalt in Israel in Anspruch zu nehmen.

 

 

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Neurodermitis ist eine Erkrankung, die in Schüben verläuft und nicht ansteckend ist. Bei Neurodermitis kommt es zu Hautrötungen, die jucken und sich entzünden können. Eine Behandlung der Erkrankung geht daher immer mit dem Ziel einher, den Juckreiz der Betroffenen zu lindern.

Kinder sind in der Regel besonders häufig von Neurodermitis betroffen. Bei ihnen zeigen sich erste Symptome meist als Milchschorf im Gesicht und auf der Kopfhaut. In vielen Fällen heilt die Erkrankung bei Kindern bis zum Eintritt ins Jugendalter wieder ab. Man unterscheidet zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Form der Neurodermitis.

Therapie Neurodermitis

Da Neurodermitis bisher nicht heilbar ist, hat die Therapie von Neurodermitis das Ziel, für einer Linderung der Symptome zu sorgen. Zur Basistherapie gehört die Pflege der Haut mit verschiedenen Cremes und Salben. Ist die Haut stark entzündet, können auch Produkte mit Kortison zum Einsatz kommen. Gegen den Juckreiz können feuchte Umschläge mit Gerbstoffen helfen. Da Neurodermitis häufig von äußeren Einflüssen mitbestimmt wird, kann es hilfreich sein, diese Stoffe zu meiden. Dazu gehören unter anderen bestimmte Wasch- und Reinigungsmittel oder Kleidungsstücke aus Schurwolle. In einem fortgeschrittenem Stadium können auch Medikamente zum Einsatz kommen.

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine atopische Erkrankung, d. h., sie geht mit einer Überempfindlichkeit des Immunsystems auf bestimmte Stoffe einher. Die genauen Gründe für die Entstehung von Neurodermitis sind bisher nicht geklärt. Man geht aber davon aus, das eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen kann. Das Risiko an Neurodermitis zu erkranken ist somit erhöht, wenn die Erkrankung bereits in der Familie vorkommt. Auch äußere Faktoren wie die Wahl der Kleidung und Kosmetika sowie bestimmte klimatische Bedingungen können Einfluss auf die Entstehung von Neurodermitis haben. Darüber hinaus kann psychischer Stress zu einer Erkrankung an Neurodermitis beitragen.