Neurodermitis
Informationen für Betroffene und Angehörige
Neurodermitis
Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, an der laut aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts rund 3 % aller 18- bis 80-Jährigen in Deutschland leiden. Babys, Klein- und Schulkinder sind meist häufiger von Neurodermitis. betroffen. Eine im Rahmen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS, 2007) bundesweit durchgeführte Untersuchung an rund 18.000 Kindern und Jugendlichen lieferte das Ergebnis, dass ca. 13 % der unter 18-Jährigen an Neurodermitis leiden.
Die Bezeichnung „Neurodermitis“ geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Damals nahmen Mediziner an, es handele sich um Ekzeme, die durch eine Nervenentzündung hervorgerufen werden. Obwohl dies inzwischen widerlegt wurde, blieb der Name erhalten. Medizinisch korrekt wird die Erkrankung heute als atopische Dermatitis oder als atopisches bzw. endogenes Ekzem bezeichnet.
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende Krankheit. Sie verläuft in Schüben, d. h. nach einem unterschiedlich langen erscheinungsfreien Zeitraum kommt es zum erneuten Ausbruch der Erkrankung. In einer akuten Phase bilden sich juckende, entzündete Hautrötungen, die später zu nässen beginnen und verschorfen können. Besonders schlimm ist für Neurodermitiker meist der ständige starke Juckreiz, der durch die entzündete Haut entsteht. Kratzen führt jedoch nicht zu einer Linderung, sondern irritiert die empfindliche Haut nur noch mehr, was dann wiederum den Juckreiz verstärkt. Ein Teufelskreis, der Neurodermitiker insbesondere nachts nicht zur Ruhe kommen lässt.